Ein Zimmer im U-Bahnschacht

(via kfm) Mitarbeiter_innen der BVG haben in einem U-Bahnschacht ein komplett eingerichtetes Zimmer entdeckt. Die Tapeten nicht wirklich tapeziert, aber Bett, Sessel, Licht, alles da. “Die BVG geht davon aus, dass die Spaßvögel über die Sprayerszene Zutritt zum Schacht bekommen haben.” schreibt der Berliner Kurier.
Vor einer Weile gab es das auch mal in Wien. (..und hatte nicht auch Stockholm oder Kopenhagen so einen Raum?)

Graffitifilm-Regisseur zu Haft und Stockschlägen verurteilt

(via ilg/AI) Der iranische Regisseur Keywan Karimi, der 2012 einen Trailer für “Writing on the city”, einem Film über Graffiti in Teheran veröffentlichte, der es aufgrund staatlicher Repression nie zur Veröffentlichung brachte, ist zu sechs Jahren Haft und 223 Stockhieben verurteilt worden.

AI ruft dazu auf, einen Appell an die Verantwortlichen zu schicken Weitere Infos unten, zum direkt unterstützen hier klicken.

Amnesty International schreibt: Keywan Karimi war am 14. Dezember 2013 festgenommen und im Zusammenhang mit einem seiner Filme wegen “Verbreitung von Propaganda gegen das System” angeklagt worden. In dem Film Neveshtan Rooye Shahr (“Auf der Stadt schreiben”) aus dem Jahre 2012 geht es um Graffiti an den Häuserwänden in den Straßen Teherans. Bis auf einen Trailer, der auf YouTube zu sehen war, wurde der Film nie öffentlich ausgestrahlt. Weil er einer Frau, die “ihren Kopf und Nacken nicht bedeckt hatte”, “die Hand geschüttelt” und mit ihr “unter einem Dach” gewesen war, erhob man Anklage wegen “rechtswidriger Beziehungen, bei denen es sich nicht um Ehebruch handelt” gegen ihn. Nach seiner Festnahme wurde Keywan Karimi im Evin-Gefängnis in Einzelhaft und ohne Zugang zu einem Rechtsbeistand festgehalten. Erst nach einer Woche durfte er seine Familie anrufen. Nach zwölf Tagen wurde er gegen Kaution aus der Haft entlassen.

Nun wurde er, unter anderem, wegen “Beleidigung islamischer Heiligkeiten” und “rechtswidriger Beziehungen” schuldig gesprochen. Er hat ein Rechtsmittel gegen seine Verurteilung eingelegt, welches noch anhängig ist. Sollte er in Verbindung mit seinen friedlichen Aktivitäten inhaftiert werden, würde Amnesty International ihn als gewaltlosen politischen Gefangenen betrachten.

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Vortrag: Bernd Langer – Das Wesen der Kunst

Mittwoch 03.02.16

Zwischenmahl (Küche für Alle des Zwischenraum Festivals) mit Bernd Langer “Das Wesen der Kunst”. Wir laden wieder zum veganen Zwischenmahl. Ein Vortrag zu den Fragen, woher Kunst kommt und warum sie politisch ist.
“Die Kunst gehört auf die Straße! Uns geht’s um Impulse, Kreativität, Beharrlichkeit, Ehrgeiz, Hingabe, Kooperation. Aus der Bewegung, für die Bewegung. Es bleibt dabei: militant, autonom, antifaschistisch. Revolutionäres Bewusstsein zielt auf die Überwindung der Verhältnisse. Mit dem Kunstbetrieb hat das nichts zu tun. Es geht weder um einen Kunstmarkt noch um Museumskunst. Die Kunst geht weiter!” Bernd Langer (Kunst und Kampf)
Essen gibt’s ab 19.30 Uhr, Vortrag startet 20.30 Uhr.

Friedelstr. 54, 12047 Berlin
(U-Bhf. Hermannplatz)

Bernd Langer

Aryz x Ukraine – Холоднеча по-Київськи

Video of the trip to Ukraine together with Aryz, where we he was invited to paint a wall. During our stay there, there was only 7 hours of daylight, plus rain, cold and a few other hardships… so it was an interesting cocktail and a challenging project to finish.

Style Wars 2

Veli & Amos, deren Film “Style Wars 2” vergangenes Jahr bei Urban Spree die (Deutschland?)Berlinpremiere feierte, kommt nun Stück für Stück online:

“Here we go! Here we go!
Style Wars 2 is slowly finding its place on the internet.We gonna post an episode every week. Enjoy, comment, like & share.”

Hier Teil 1

STAY ALIVE! Ausstellung in Essen

Via Mail:

STAY ALIVE!
Ausstellung vom Nils

Eine Ausstellung über Menschen, die zu früh von uns gegangen sind.
Zur Erinnerung, als Warnung und als Aufforderung lebendig zu bleiben.

Eröffnung: 23.01.16 // ab 19h anschließend Party

Ausstellungsdauer: 23.01. – 30.01.2016

Öffnungszeiten: Mo. – Sa. 11-18 Uhr

Alte Mitte
Schützenbahn 37
45127 Essen

S-Bahn Graffiti in der WerkStadt

Ab Samstag, 8. Januar, zeigt Irenäus Ilnicki in der WerkStadt “Dokumentarfotografie vom anhaltenden Reiz Berliner S-Bahn Züge zu besprühen.”
irenaeus-ilnicki

Bewegte Bilder
Irenäus Ilnicki
08.01.2016 – 13.02.2016
WerkStadt,
Emser Straße 124
Neukölln

Fassadenwerbung am Moritzplatz

Via Prinzessinnengarten
STELLUNGNAHME DER NACHBARSCHAFTSAKADEMIE ZUR ÄSTHETISCHEN GENTRIFIZIERUNG UND “MIND GRABBING”

Die Graffiti-Agentur XI-Design hat Anfang November ein 1250 Quadratmeter großes Werbebild an der Brandmauer hinter dem Prinzessinnengarten aufgemalt. Diese Fassadenwerbung ist ohne Genehmigung entstanden. Sie wurde angebracht, obwohl der Bezirk einen ersten Antrag der Agentur abgelehnt hatte und eine endgültige Entscheidung noch aussteht. Nicht nur der Bezirk wurde übergangen, auch war der Prinzessinnengarten im Vorfeld nicht informiert worden. Auf die bereits bestehende Streetart an der Brandwand wurde ebenfalls keine Rücksicht genommen.
Ein ‘düsterer Technikphallus ragt aus der grünen Hölle’
Die Folge diese Aktion: der Garten und der gesamten Moritzplatz werden ungefragt von einer überdimensionalen, nachts beleuchteten Werbebotschaft überschattet. Diese gibt sich den irreführenden Anschein, alternativ und hip zu sein. Die Unterschiede zwischen Werbung, Kunst und gemeinschaftlichem Nachbarschaftsprojekt werden verwischt und damit bewußt der Eindruck einer Komplizenschaft geweckt. So auch die Wahrnehmung der Werbekampagne durch Matze Jung vom Graffitiarchiv:
„Besonders perfide ist, daß die ‚grüne Hölle‘ des Prinzessinnengartens perfekt mit dem Werbemotiv harmoniert und so der düstere Technikphallus scheinbar mitten aus dem Gemeinschaftsgarten erwächst“.

Urbane Gärten: nicht-kommerzielle Freiräume

Das von 130 Initiativen unterzeichneten Urban Gardening Manifest macht dagegen deutlich, daß Garteninitiativen nach Alternativen und nach Freiräumen suchen:
„Wir setzen uns für eine lebenswerte Stadt und eine zukunftsorientierte Urbanität ein. Täglich erfahren wir, wie wichtig ein frei zugänglicher öffentlicher Raum ohne Konsumzwang für eine demokratische und plurale Stadtgesellschaft ist. Urbane Gemeinschaftsgärten sind Gemeingüter, die der zunehmenden Privatisierung und Kommerzialisierung des öffentlichen Raums entgegenwirken.”

Gemeingüter statt kommerzieller Aneignung unserer Einbildungskraft („mind grabbing“)

Niemand sollte das Recht haben, den öffentliche Raum oder unsere Gedanken und unsere Vorstellungskraft einfach ungefragt durch Werbebotschaften zu besetzen. Geld darf kein ausschlaggebendes Kriterium für den Zugang zum öffentliche Raum sein. Er ist ein Gemeingut, d.h. er sollte ohne Zugangsbeschränkungen allen offen stehen und Ort demokratische Aushandlungsprozesse sein. Beispiele dafür gaben und geben in unserer unmittelbaren Nachbarschaft Initiativen wie Kotti&Co, Stadt von Unten, Bizim Kiez oder das Refugee-Camp auf dem Oranienplatz. Werbefreie Straßen, Plätze und Wände sind Teil eines Rechts auf Stadt. Sie geben Raum für Stimmen, die ansonsten nicht gehört würden.

Ausblick: Die Vision einer werbefreien Stadt

Das es auch einen anderen Weg als die zunehmende Kommerzialisierung geben kann, hat bereits vor 10 Jahren São Paulo vorgemacht: Die “visuelle Verschmutzung” des öffentlichen Raumes durch Werbung wurde hier verboten und 15.000 Plakatwände aus dem Stadtraum entfernt. Damit wurde hinter den Werbeplakaten die Stadt wieder sichtbar und São Paulo ist zu einem Eldorado von Streetart und Graffiti geworden, die auch die Geschichte der Menschen erzählen, die hier leben. Auch das Ausdruck von Teilhabe in einer freien Stadtgesellschaft. Wer will uns erzählen, dass sei in Berlin nicht möglich?

ErstunterstützerInnen
Andrea Baier, Christa Müller, Karin Werner (anstiftung, Beirat der Nachbarschaftsakademie)
Robert Burghardt, Anna Heilgemeir, Enrico Schönberg, (Stadt von Unten, Gemeingüterbeirat der Nachbarschaftsakademie)
Paula Z. Segal, Direktorin von 596 Acres (New York City), Residentin im Gemeingüterprojekt der Nachbarschaftsakademie 2015
Daniel Eizirik, Künstler der Arbeit „The Ground We Are Fighting For“
Graffitiarchiv im Archiv der Jugendkulturen e.V.
kollektiv orangotango
Joerg Franzbecker, Erik Göngrich, Heimo Lattner, Katja Reichard, Ines Schaber, Florian Wuest (Berliner Hefte zu Geschichte und Gegenwart der Stadt)

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