“Der Vandale wandert von Galerie zu Galerie”

Bild von Finisage_Livevertonung der Ausstellung Conceptual Vandalism

2013 startet volle Kanne ( umgangssprachlich für Dose) ins “Graffiti-Kunst”-Jahr 2013. In der aktuellen KUNSTZEITUNG widmet sich der Frontartikel dem Thema des “Graffiti-Künstlers”, umgangssprachlich auch Vandale genannt. In “Der Vandale als Kulturheld” erwähnt der Autor Jörg Restorff u.a. Führungen durch Berlin, die Berliner Graffiti-Oma, die Kunstmessen Stroke & Bloom , J. Baudrilllard, Haring, Basquiat und natürlich Banksy. Sogar des Wort “Buffen” wird erklärt. Einzig konkret genannte Ausstellung ist die gestern beendete Ausstellung “Conceptual Vandalism” in der dresdner motorenhalle ( Foto oben – Finisage mit Vertonung durch ALP & Trontheim ). Der Autor des Artikels hat sich bei der Wahl des Untertitels wahrlich passend ausgedrückt : “Weshalb der Kunstbetrieb auf den GRAFFITI-ZUG aufspringt.” Im Artikel kommt wenig neues für den involvierten Street-Art-Kenner vor , doch muss man dem Autor wirklich loben wie er Aussenstehenden einen netten Einstieg ermöglicht. Schade nur, dass er nicht auf deutsche Besonderheiten eingegangen ist – wie die kürzlich beendet Ausstellung there’s a law und die oben erwähnte Ausstellung zeigten . Anders als im restlichen Europa ist das Thema Züge/bewegete Untergründe mit konzeptuellen ”Non-Writing-Botschaften” zu versehen ein deutsches Phänomen. Doch möglicherweise hat Herr Restorff bereits die nächste Ausstellung in Ruttkowski 68 in Köln im Blick gehabt ( und ein weiterer Artikel kommt noch ? ) . Mit Taps und Moses werden zwei szenebekannte “Graffiti-Künstler” ausstellen, die mit Vorliebe den “Graffiti-Zug” bedienen. Eröffnet wird die Ausstellung “Topsprayer Express” am 1. Februar 19 Uhr auf der Bismarckstrasse 68 in Köln. Mehr Infos dazu auf der website von Ruttkowski68 im press-kit. Man darf also gespannt sein, wie sich das “Graffiti-Kunst”- Jahr 2013 entwicklt.

von taps & moses besprühter Zug mit der schrift sellout

“there’s a law” – Ausstellung in Düsseldorf

picture of an illegal wallpainting
Das Thema der “untypischen” Zugsprüharbeiten in Videos und Ausstellungen scheint nicht abzureissen. Nach der Ausstellungeröffnung von Conceptual Vandalism Ende November in Dresden, der Videopublikation von “love & security” (und den umfangreichen Presserückmeldungen sowie einer innofiziellen Stellungnahme zur Interpretation des Videos auf trainworks.blogspot.com ) kommt nun die nächste Ausstellung . “There’s a law” der Gruppe “Zelle Asphaltkultur” zeigt zahlreiche Interventionen im öffentlichen Raum – vor allem auf Zügen, aber auch zu Lande an Wandfläche oder zur See auf einem Linienbot in Venedig. Einige Bilder zu Werken der Ausstellung gibt es zu sehen im veröffentlichen Katalog in einer verkürzten online-Ausgabe. Die Ausstellung ” There’s a law” läuft noch bis 6.1.2012. “Conceptual Vandalism” schliesst am 12.01.2012 mit einer Sound-Video-Performance.


Und als wäre dies nicht genug kommt nun noch ein Video der dresdner Ausstellung Conceptual Vandalism als nettes vorweihnachtliches Geschenk für alle die, die nicht in den mit “D” beginnenden Landeshauptstädten wohnen. “I’M HARDCORE” ist eine Parodie auf zunehmende aggressive Selbstdarstellungen der Writerszene insbesondere auf Zügen.

Aufbau “Conceptual Vandalism”


Erste Fotos vom Ausstellungsaufbau von der “Conceptual Vandalism” – Ausstellung in der motorenhalle Dresden. “90% Fotographie 4% genutzte Materialien 2% Video and 4 % ???
Eröffnung – diesen Freitag 20 uhr – motorenhalle Dresden – weiter2 Infos gibt’s auf der urban script continues website.

Katalogpräsentation “RAUM City Bilder – collaborative murals in Dresden-Friedrichstadt”

2500 Quadratmeter bemalte Wandfläche, 18 Künstler, aus 9 Ländern – das Ergebnis von “RAUM City Bilder – Kunst auf Brandwänden” kann sich sehen lassen.

Die Friedrichstadt wurde binnen eines Jahres um 10 großformartige Murals reicher und ist Europas “großformatigste” Galerie unter freiem Himmel für Zusammenarbeiten der Urban Art.
Jens Besser lud dazu internationale Künstler u.a. aus Kanada, USA, Italien, Spanien oder Bulgarien ein. Die Künstler schufen innerhalb weniger Tage Wandbilder in intensiver Zusammenarbeit. Die Stilvielfalt zeigt einen Überblick über zeitgenössische Wandmalerei – von abstrakt über comichaft bis gegenständlich.