Wenn die Mauer nicht gefallen wär…

… dann gebe es heute noch eine große legale Graffiti-Wand in Berlin! Das Graffitiarchiv Berlin präsentiert zum Mauerfall-Jubiläum einen kleinen Schatz: 15 Oldschool-Graffitifotos und ein Filmchen - teils unveröffentlichte, teils legendäre Bilder von ODEM, AMOK oder LOOMIT, die Anfang der Neunzigerjahre für das Buch “Spray City” gesammelt wurden und dazu eine Kurz-Video-Dokumentation über die “Spray City Berlin” vom Umbruch-Bildarchiv in Kreuzberg.

>> HIER auf GRAFFITIARCHIV.ORG

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Bild-Müll gegen Titanic-Faktenmagazin

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Am Sonnabend wird erneut an alle Haushalte in der BRD ungefragt eine Bildzeitung zugestellt. Zum grossen Mauerevent am Abend des 08.11.2014 tauscht Die Partei jede (in Worten: jede) “Gratisbild” gegen ein Faktenmagazin der Marke “TITANIC” um.  In Berlin wird das Ganze hier stattfinden:

Zwangsumtausch Bild gegen Titanic  / 17:00 – 23:50 Uhr / Adalbertstraße – Ecke – Bethaniendamm/Engeldamm in Kreuzberg

 

OMG – Männerbilder im HipHop

Egal, ob schmutziger Backjump-Sportfick oder Nightlong-Buntwholie, diese Jungs wissen, was sie wollen: einen One-Night-Stand mit der Stahlbraut von Gleis 6

menz_cut_mittelSolche Zitate, wie aus dem Graffiti-Video “One Night Stand”, sagen eigentlich alles. Eigentlich, denn das es noch andere Männlichkeitsbilder in Graffiti und HipHop gibt, zeigt der Buchbeitrag: “Nur ein Junge von der Straße – Männlichkeiten in der HipHop-Kultur” vom Autorenduo Jung/Schmidt vom Graffitiarchiv.

Außerdem gehts um Rap, homophobe Streetart-Verarschung und Homohop, also auch um Auswege aus der Macho-Misere.

Hier der ausführliche Beitrag auf Graffitiarchiv.org

kerl-sein Der Beitrag stammt aus dem Buch “kERl sein – Kulturelle Szenen und Praktiken von Jungen”. Das Buch ist hier im Onlineshop vom Archiv der Jugendkulturen erhältlich.

 

 

Schluss mit „nolltoleransen“? – In Stockholm soll es eine neue Graffitipolitik geben

Quelle: Tumlr - Incognito Magazine

Quelle: Tumblr – Incognito Magazine

Schwedische Graffiti-Blogs jubeln: Die neue Mehrheit im Stadtparlament von Stockholm hat sich offenbar darauf verständigt, die jahrelange Null-Toleranz-Politik der Stadt aufzugeben. Damit ist das „Skandinavische Modell“ gescheitert, auf das sich auch in Berlin immer wieder Experten berufen haben (z.B. die inzwischen aufgelöste Nofitti-Vereinigung im Jahr 2005).

In Stockholm will nun eine Fraktion aus Sozialdemokraten, Linkspartei, Grünen und Feministen die Null-Toleranz-Regelung gegenüber Graffiti aufgeben.

Ganzer Text und viele Fotos auf >>Graffitiarchiv.org

Deckmäntelchen Streetart

Wie weit reicht die “Unschuld” von Streetart- und Graffitikünstlern? Unser Beitrag zur Diskussion um das “City Canvas” – Projekt vor den Esso-Häusern:

In Hamburg St. Pauli wurde ein riesiger Bauzaun von fünf geladenen Künstlern gestaltet. Was nach einer farbigen Attraktion auf dem Kiez aussieht, ist auf den zweiten Blick ein Politikum. city-canvas_links-mit-fansDie Esso-Initiative vertritt die Interessen der ehemaligen Bewohner_innen, drängt auf einen möglichst hohen Anteil an Sozialwohnungen im geplanten Neubau und macht mobil gegen die zunehmende Aufwertung und Verdrängung einkommenschwacher Menschen aus der Innenstadt. Die Initiative bemängelt das „Artwashing“ durch die Kunst am Bauzaun. Sie werfen dem Immobilienunternehmen Bayerische Hausbau vor, ihre schmutzige Weste durch die Gewinne mit den Esso-Neubauten durch das allzeit frische Deckmäntelchen der Streetart verbergen zu wollen.

Der ganze Beitrag auf >> Graffitiarchiv.org

OZ ist tot – es lebe der Sprühling!

Ein konsequentes Leben geht konsequent zu Ende – OZ ist tot.

Mit großer Bestürzung haben wir die Nachricht vom Tod der Hamburger Sprüher-Legende OZ aufgenommen. Am Donnerstag den 25.10.2014 wurde OZ auf den Gleisanlagen zwischen den Stationen Hamburg-HBF und Berliner Tor von einer S-Bahn erfasst. Eine Sprühdose und ein frische Sprüherei in der Nähe des Unfallorts begründen seinen Aufenthalt.

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Bis letzten Donnerstag hat der 64 Jahre alte OZ in über drei Jahrzehnten auf den Straßen Hamburgs eine unverkennbare Formsprache entwickelt, die von Namensschriftzügen über Parolen bis hin zu einer Vielzahl figürlicher Malereien reicht.

Für seine Zeichen und farbenfrohen Gebilde fand er alle möglichen und unmöglichen Stellen: Hausfassaden, Unterführungen, Stadtmobiliar… Er stellte mit seiner Aktivität im öffentlichen Raum dessen Besitzverhältnisse in Frage. Der Ordnungsmacht und spießbürgerlichen HanseatInnen war er deswegen ein Dorn im Auge. Zahlreiche Festnahmen und Verurteilungen, mehrere Jahre in Knästen und Anstalten konnten OZ jedoch nicht klein kriegen.

Weiterlesen auf Reclaimyourcity.net

 
Pappsatt und das Graffiti-Archiv
für reclaimyourcity.net

Zum weiterlesen:
– Der Beitrag “OZ ist unsre Leitkultur” von Pappsatt zum “Free OZ!”-Buch, ist hier auf RYC nachzulesen.
– Video von Pappsatt zu ihrer “Free OZ” – Soli-Aktion auf der 1.Mai-Demo 2011 in Berlin.
Nachruf zu OZ von Theo Bruns / Assoziation A-Verlag.

Cuvry-Brache räumt sich selbst

Wie es aussieht, ist es mit der Besetzung der Cuvry-Brache vorbei. Gestern gab es mehrere Feuer auf dem Gelände. Nachdem die Polizei am Morgen noch betont hatte, man werde nicht räumen, wurde das Gelände nun abgezäunt und den Eigentümern übergeben.

Twitter: #cuvry

RBB: Polizei übergibt leere Cuvry-Brache an Eigentümer | rbb Rundfunk Berlin-Brandenburg

Es gibt dennoch eine aktuelle Petition für den Erhalt der Blu-Graffitis: Dr. Dagmar Tille: Denkmalschutz für Blu an der Cuvrystraße

PS: die Cops gehen im Lido auf Toilette.

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Bilder: Twitter

 

 

 

 

 

Hier kommt die … Graffiti-Maus

Die aktuelle Sendung mit der Maus erklärt den kleinen Rackern wie Graffiti geht. Die Sendung ist schön, auch wenn sich der Auftragsmaler Sprühkopf aus Offenbach dabei nicht mit Ruhm bekleckert und sein Mini-Piece mit nem Raster vorzieht…

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