Banksy ist Palästinenser!

Dass Streetart-Touren Scheiße sein können, wissen wir (wir machen ja selbst welche).Aber dass Palästinenser Fake-Banksys sprühen, um danach eine Banksy-Tour anzubieten, wow…

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Wahnsinn: BILD verharmlost Graffiti-Straftaten!

Wieder was Neues in unser beliebten Kategorie “Journalisten versuchen Graffiti-Statistiken richtig zu lesen”. Die Berliner Bild-Zeitung titelte gestern “Graffiti-Wahnsinn” und schrieb dann im Text:

Insgesamt sind Graffiti-Schmierereien in der Hauptstadt zurückgegangen: Noch 731 Anzeigen im Jahr 2012, im letzten Jahr sind es noch 345 Taten.

vorschau_bildFür eine Millionenstadt wäre das in der Tat Wahnsinn. Immerhin würde es einen Rückgang der vermeintlichen Graffiti-Straftaten in Berlin um knapp 95 Prozent bedeuten! Der Rest des “Artikels” besteht vor allem in reißerischen Schilderungen des Graffiti-Films “Berlin Kidz”, der vor einem halben Jahr erschienen ist. Die Autoren gehen also eigentlich davon aus, dass alles immer schlimmer wird. Nur die richtigen Zahlen dafür haben sie nicht gefunden. Ihnen ist entgangen, dass es sich bei den erwähnten 345 angezeigten Graffiti-Straftaten nur um die handelt, die als Jugendgruppengewalt angezeigt wurden – also in Gruppen verübte Sachbeschädigung.

Wie viel Anzeigen es wirklich sind, erfahrt ihr hier im Artikel auf der Seite vom Graffitiarchiv.

Musikvideo mit Buffern in São Paulo

Die “grauen Herren” von der Stadtreinigung São Paulos sind die Hauptdarsteller in diesem charmanten Video (“Mach mal mehr Wasser an das Grau!”). Das Musikvideo gehört zum Song “Doum”, dem Soundtrack zum Dokumentarfilm Cidade Cinza. Der Film selbst ist übrigens nicht so gut wie das ganze Bonusmaterial…

Graffitisprüher von Polizist angefahren

In München ist man ja stolz darauf, in der sichersten Großstadt Deutschlands zu leben. Auch bekannt ist, dass einige Beamte dabei über das Ziel hinausschießen. Einer wird jetzt beschuldigt, auf dem Nachhauseweg einen Graffitisprayer angefahren zu haben. Der Polizist sagt, er habe den Sprüher zweimal leicht “touchiert”. Der Sprüher sagt, er sei unter dem Auto eingeklemmt gewesen. Mal sehen, was die Ermittlungen ergeben…

Ein 17-jähriger Münchner sprüht den Schriftzug seines Lieblingsvereins auf einen Verteiler-Kasten. Ein Polizist verfolgt ihn mit seinem Privatauto. Der Sprayer wird verletzt und sagt, er habe um sein Leben gefürchtet. Weiterlesen…
 

 

Graffitisprüher gegen Schlaglöcher

"Dein Geld geht ins Loch"In São Paulo tun Graffitisprüher viel Gutes für die Gesellschaft. Nicht nur ihre Bilder können sie weitgehend legal in den Straßen der Millionenmetropole malen – sie kümmern sich jetzt auch um die Schlaglöcher in der Stadt.

 

Zusammen mit dem Nachrichtenmagazin Veja haben sie eine Kampagne gestartet um die Stadtverwaltung zum Handeln zu zwingen. Mit Sprüchen wie “Dein Geld fällt hier ins Loch” prangern sie an 50 Stellen den desaströsen Zustand der Straßen an. Leser des Magazins sollen Fotos der Löcher schicken und ihren Standort über Twitter verbreiten (#buraqueira) und so eine Live-Karte erstellen. Wie es aussieht, sind 44 der 50 bemalten Schlaglöcher in der ersten Woche von der Stadtverwaltung repariert worden.


Hier kann man sich das als Video anschauen.Sollen Graffitisprüher bei sowas mitmachen? Schreibt uns euren Kommentar! Fotos von den Löchern gibt es beim Graffitiarchiv.

DIY: Die Vandalismus-Weihnachtslampe

Sie lieben Weihnachten und sie lieben Tags – deshalb hat das Graffitiarchiv sich eine ganz besondere Weihnachtslampe einfallen lassen. Alles, was ihr braucht ist ein Drucker, ein Cuttermesser und etwas transparentes Papier und schon kommt Stimmung auf unterm Weihnachtsbaum mit Pichação am Hospital São Francisco de Assis in Rio de Janeiro.

Die Bastelanleitung gibts zum Download auf der neuen Webseite vom Graffitiarchiv

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Crowd-Graffitifilm aus Brasilien

cidade_cinzaDie Zukunft von Graffiti liegt im Globalen Süden: Und dank Crowdfunding kann man das auch im Kino sehen. Nach Bomb-It 2 (über Graffiti in Asien) und Art Wars (über Ägypten) kommt diese Woche auch ein Graffiti-Dokufilm über brasilianisches Graffiti in die Kinos, zumindest in Brasilien.

Thema ist der Kampf der Graffitisprüher São Paulos gegen die Säuberungspolitik der Stadt. Es geht um die letzten sechs Jahre in diesem Kulturkampf am Beispiel von OsGêmeos, Nunca, Nina, Finok, Zefix und Ise. Mehr als 30.000 Euro wurde für die Verbreitung des Films im Kino im Internet eingesammelt. Der Soundtrack wurde von Criolo und Daniel Ganjaman beigesteuert.

Seit 2006 läuft in Sao Paulo die Aktion “Cidade Limpa” (Saubere Stadt), mit der die Stadtverwaltung die Kontrolle über den öffentlichen Raum der Stadt zurückerobern möchte. Dazu wurde sämtliche Außenreklame verboten, aber eben auch Graffitis in viel stärkerem Ausmaße geputzt als bisher üblich. Die Graffitisprüher lassen sich das nicht gefallen und übermalen das Grau einfach wieder. Ein symbolischer Kampf, der aber auch mit den Protesten für soziale Veränderungen in Brasilien zusammenhängt.

auf Facebook gibt’s n paar schöne inside-fotos… (facebook)

 

Heute: Aktionstag “Schönes Berlin” 2013

Das Graffitiarchiv unterstützt in diesem Jahr zum ersten Mal den Aktionstag „Mach mit! Für ein schönes Berlin“ am 14. September. An diesem Tag werden wir zusammen mit mehreren Freiwilligen Graffitis in Berlin auffrischen. Wir werden verwitterte, zugewucherte oder überklebte Graffitis wiederherstellen und sie unseren Mitbürgern in ihrer ursprünglichen Frische zurückgeben. Mehr erfahrt ihr auf unserer Website hier.

 

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