Vortrag: Bernd Langer – Das Wesen der Kunst

Mittwoch 03.02.16

Zwischenmahl (Küche für Alle des Zwischenraum Festivals) mit Bernd Langer “Das Wesen der Kunst”. Wir laden wieder zum veganen Zwischenmahl. Ein Vortrag zu den Fragen, woher Kunst kommt und warum sie politisch ist.
“Die Kunst gehört auf die Straße! Uns geht’s um Impulse, Kreativität, Beharrlichkeit, Ehrgeiz, Hingabe, Kooperation. Aus der Bewegung, für die Bewegung. Es bleibt dabei: militant, autonom, antifaschistisch. Revolutionäres Bewusstsein zielt auf die Überwindung der Verhältnisse. Mit dem Kunstbetrieb hat das nichts zu tun. Es geht weder um einen Kunstmarkt noch um Museumskunst. Die Kunst geht weiter!” Bernd Langer (Kunst und Kampf)
Essen gibt’s ab 19.30 Uhr, Vortrag startet 20.30 Uhr.

Friedelstr. 54, 12047 Berlin
(U-Bhf. Hermannplatz)

Bernd Langer

Aryz x Ukraine – Холоднеча по-Київськи

Video of the trip to Ukraine together with Aryz, where we he was invited to paint a wall. During our stay there, there was only 7 hours of daylight, plus rain, cold and a few other hardships… so it was an interesting cocktail and a challenging project to finish.

Fassadenwerbung am Moritzplatz

Via Prinzessinnengarten
STELLUNGNAHME DER NACHBARSCHAFTSAKADEMIE ZUR ÄSTHETISCHEN GENTRIFIZIERUNG UND “MIND GRABBING”

Die Graffiti-Agentur XI-Design hat Anfang November ein 1250 Quadratmeter großes Werbebild an der Brandmauer hinter dem Prinzessinnengarten aufgemalt. Diese Fassadenwerbung ist ohne Genehmigung entstanden. Sie wurde angebracht, obwohl der Bezirk einen ersten Antrag der Agentur abgelehnt hatte und eine endgültige Entscheidung noch aussteht. Nicht nur der Bezirk wurde übergangen, auch war der Prinzessinnengarten im Vorfeld nicht informiert worden. Auf die bereits bestehende Streetart an der Brandwand wurde ebenfalls keine Rücksicht genommen.
Ein ‘düsterer Technikphallus ragt aus der grünen Hölle’
Die Folge diese Aktion: der Garten und der gesamten Moritzplatz werden ungefragt von einer überdimensionalen, nachts beleuchteten Werbebotschaft überschattet. Diese gibt sich den irreführenden Anschein, alternativ und hip zu sein. Die Unterschiede zwischen Werbung, Kunst und gemeinschaftlichem Nachbarschaftsprojekt werden verwischt und damit bewußt der Eindruck einer Komplizenschaft geweckt. So auch die Wahrnehmung der Werbekampagne durch Matze Jung vom Graffitiarchiv:
„Besonders perfide ist, daß die ‚grüne Hölle‘ des Prinzessinnengartens perfekt mit dem Werbemotiv harmoniert und so der düstere Technikphallus scheinbar mitten aus dem Gemeinschaftsgarten erwächst“.

Urbane Gärten: nicht-kommerzielle Freiräume

Das von 130 Initiativen unterzeichneten Urban Gardening Manifest macht dagegen deutlich, daß Garteninitiativen nach Alternativen und nach Freiräumen suchen:
„Wir setzen uns für eine lebenswerte Stadt und eine zukunftsorientierte Urbanität ein. Täglich erfahren wir, wie wichtig ein frei zugänglicher öffentlicher Raum ohne Konsumzwang für eine demokratische und plurale Stadtgesellschaft ist. Urbane Gemeinschaftsgärten sind Gemeingüter, die der zunehmenden Privatisierung und Kommerzialisierung des öffentlichen Raums entgegenwirken.”

Gemeingüter statt kommerzieller Aneignung unserer Einbildungskraft („mind grabbing“)

Niemand sollte das Recht haben, den öffentliche Raum oder unsere Gedanken und unsere Vorstellungskraft einfach ungefragt durch Werbebotschaften zu besetzen. Geld darf kein ausschlaggebendes Kriterium für den Zugang zum öffentliche Raum sein. Er ist ein Gemeingut, d.h. er sollte ohne Zugangsbeschränkungen allen offen stehen und Ort demokratische Aushandlungsprozesse sein. Beispiele dafür gaben und geben in unserer unmittelbaren Nachbarschaft Initiativen wie Kotti&Co, Stadt von Unten, Bizim Kiez oder das Refugee-Camp auf dem Oranienplatz. Werbefreie Straßen, Plätze und Wände sind Teil eines Rechts auf Stadt. Sie geben Raum für Stimmen, die ansonsten nicht gehört würden.

Ausblick: Die Vision einer werbefreien Stadt

Das es auch einen anderen Weg als die zunehmende Kommerzialisierung geben kann, hat bereits vor 10 Jahren São Paulo vorgemacht: Die “visuelle Verschmutzung” des öffentlichen Raumes durch Werbung wurde hier verboten und 15.000 Plakatwände aus dem Stadtraum entfernt. Damit wurde hinter den Werbeplakaten die Stadt wieder sichtbar und São Paulo ist zu einem Eldorado von Streetart und Graffiti geworden, die auch die Geschichte der Menschen erzählen, die hier leben. Auch das Ausdruck von Teilhabe in einer freien Stadtgesellschaft. Wer will uns erzählen, dass sei in Berlin nicht möglich?

ErstunterstützerInnen
Andrea Baier, Christa Müller, Karin Werner (anstiftung, Beirat der Nachbarschaftsakademie)
Robert Burghardt, Anna Heilgemeir, Enrico Schönberg, (Stadt von Unten, Gemeingüterbeirat der Nachbarschaftsakademie)
Paula Z. Segal, Direktorin von 596 Acres (New York City), Residentin im Gemeingüterprojekt der Nachbarschaftsakademie 2015
Daniel Eizirik, Künstler der Arbeit „The Ground We Are Fighting For“
Graffitiarchiv im Archiv der Jugendkulturen e.V.
kollektiv orangotango
Joerg Franzbecker, Erik Göngrich, Heimo Lattner, Katja Reichard, Ines Schaber, Florian Wuest (Berliner Hefte zu Geschichte und Gegenwart der Stadt)

Sonnenbrand auf dem Place de l’Etoile

Freitag, 11. Dezember, 2015 Greenpeace-Aktivisten färben den Place de l’Etoile mit einer Message an François Hollande “Energie erneuern”

“Es wird immer schwieriger, zwischen Kunst und Werbung zu unterscheiden”

Podcast via freie-radios

Im Londoner Osten findet sich eine der größten und bedeutendsten Street Art-Szenen der Gegenwart. Nicht nur die großen, bekannten KünstlerInnen wie stik, Banksy und Space Invader arbeiten dort. Es ist eine ganze Szene, die das Gesicht der Gegend prägt. Gleichzeitig verändert sich die Gegen immer mehr, aus alten, etwas heruntergekommenen Gebäuden werden Cafés und Läden für die großen Ketten. Damit steigen die Preise, viele können die Mieten nicht mehr bezahlen und ziehen weg. Andererseits zieht die öffentliche Kunst aber auch viele Leute an. Allein schon der Begriff “Street Art” spiegelt diese Entwicklung: Was früher abschätzig “Graffiti” genannt wurde und nach wie vor oft illegal ist, wird heute gern als Kunstform geadelt. Was haben die KünstlerInnen und ihre Werke dazu zu sagen, wie verhalten sie sich zu dieser Veränderung? Und inwiefern sind sie auch ein Teil davon und profitieren von der neuen Aufmerksamkeit für ihre Arbeit? Darüber und über die Kommerzialisierung von Street Art haben wir mit einem von ihnen gesprochen.

Podcast hören >

AutorInnen: Pia, Anna
Radio: RDL, Freiburg https://rdl.de/
Produktionsdatum: 07.12.2015

Zeichnung von Vidam ersteigern

via Vidam

HAPPY NIKOLAUSPARTY
Zum heutigen Nikolaustag habe ich das Haus des Nikolaus gezeichnet! Ich möchte diese Zeichnung gern versteigern und den Erlöse an PRO ASYL spenden! Also: Bietet so viel ihr könnt bis nächsten Sonntag den 13.12.2015 18h MEZ! Die Gebote bitte über die Kommentare des Albums abgeben. Der meistbietende bis dahin bekommt natürlich den Zuschlag!

Link zur Versteigerung

Kunst-Auktion im Laika am 04.12.

linol Linoldruck von Jones

Kunst-Auktion im Laika am 04.12.
„Moabit hilft“ unterstützt die Refugees, die hier unter katastrophalen Bedingungen vorm LaGeSo ausharren. Diese Arbeit wollen wir mit einer Kunst-Auktion supporten – mit Werken von Wladimir Asimov, Kiki Lamora, Jones und Weiteren.
Vor der Auktion findet eine kleine Info-Veranstaltung zur Arbeit von „Moabit hilft“ statt, an die alle Einnahmen gehen sollen.

Am 04.12.2015
ab 19 Uhr
im Laika
Emser Straße 131
am S+U Neukölln
FB-Link zur Veranstaltung

Wer selbst Lust hat ein bischen Kunst zur Veranstaltung mitzubringen, bitte Foto an lamorakiki@gmail.com

Adlershof: Claim-busting


via notesofberlin

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