Andrej Holm über Gentrifizierung (Podcast)

Der Stadtsoziologe Andrej Holm sprach am 25. September 2014 in der Tübinger Volkshochschule über Gentrifizierung oder warum Wohnen immer teurer wird.

Andrej Holm auf Wikipedia und den Vortrag könnt ihr hier hören
AutorInnen: Fabian Everding Radio: WW-TÜ, Tübingen im Wüste Welle Produktionsdatum: 08.10.2014

Die Mauertoten sind an den EU-Außengrenzen


Das Zentrum für Politische Schönheit (ZPS) hat die weißen Kreuze, die an die Mauertoten im Berliner Regierungsviertel gedenken entwendet und an die EU-Außengrenzen gebracht

Die Installation „Weiße Kreuze“ hat kollektiv die Flucht aus dem Regierungsviertel in Berlin vor den Gedenkfeierlichkeiten zu „25 Jahren Mauerfall“ ergriffen. Die Mauertoten sind in einem Akt spontaner Solidarität zu ihren Brüdern und Schwestern über die Außengrenzen der Europäischen Union geflüchtet. Genauer: zu den zukünftigen Mauertoten. 30.000 Tote an den EU-Außengrenzen in den vergangenen 25 Jahren und die laufende militärische Abriegelung des Kontinents waren zuviel für ihre Totenruhe. Sie sind jetzt bei den Menschen, die als nächstes durch die EU-Außenmauern sterben werden. Hier Eindrücke aus den Waldbergen Gourougou vor Melilla, der „Eindämmungsanlage“ Bulgariens und dem griechischen „Schild“.

http://www.politicalbeauty.de/

Schluss mit „nolltoleransen“? – In Stockholm soll es eine neue Graffitipolitik geben

Quelle: Tumlr - Incognito Magazine

Quelle: Tumblr – Incognito Magazine

Schwedische Graffiti-Blogs jubeln: Die neue Mehrheit im Stadtparlament von Stockholm hat sich offenbar darauf verständigt, die jahrelange Null-Toleranz-Politik der Stadt aufzugeben. Damit ist das „Skandinavische Modell“ gescheitert, auf das sich auch in Berlin immer wieder Experten berufen haben (z.B. die inzwischen aufgelöste Nofitti-Vereinigung im Jahr 2005).

In Stockholm will nun eine Fraktion aus Sozialdemokraten, Linkspartei, Grünen und Feministen die Null-Toleranz-Regelung gegenüber Graffiti aufgeben.

Ganzer Text und viele Fotos auf >>Graffitiarchiv.org

Detroit – Murals müssen überstrichen werden.

Seit Juli 2012 wurden in Detroit, initiiert von dem Immobilienbesitzer Derek Weaver, zahlreiche Gebäude bemalt. Alles legal, mit Erlaubnis der Hausbesitzer_innen. Trotzdem hat, laut Steve Neavling, die Polizei Detroits nun am 13. Oktober 2014 zahlreichen Hausbesitzer_innen einen Bußgeldbescheid zukommen lassen und mitgeteilt, dass die Wände wieder überstrichen werden müssen. Mehr Text hier.

Buchveröffentlichung: »Reclaim Your City«

Buchveröffentlichung: »Reclaim Your City« – Urbane Protestbewegungen am Beispiel Berlins

Im Oktober erscheint das Buch »Reclaim Your City« im Verlag Assoziation A!

Steigende Mieten, Privatisierung öffentlicher Flächen, Gentrifizierung und Verdrängung aus der Innenstadt sind die Folgen einer neoliberalen Stadtentwicklung, die zunehmend in den Fokus der Kritik gerückt ist.

»Reclaim Your City« gibt den urbanen Protestbewegungen eine Stimme, die sich demgegenüber mit unterschiedlichen Methoden den öffentlichen Raum aneignen und ein Recht auf Stadt reklamieren. Mittel der Gegenwehr sind physische Aneignungen wie Haus- und Platzbesetzungen, Blockaden von Bauvorhaben oder Zwangsräumungen, aber auch Demonstrationen und Verfremdung von Werbung, kritische Kartierung und Erstellung von Leerstandsmeldern. Das Buch erklärt die Strategien der Raumaneignung dieser Bewegungen und fragt danach, wie sich KünstlerInnen und GestalterInnen in der Stadtpolitik positionieren.

Anhand des konkreten Beispiels Berlin liefert das Buch einen repräsentativen Querschnitt durch die emanzipatorischen städtischen Bewegungen der aktuellen Zeit. Es beschreibt den Wandel der Städte im Neoliberalismus und stellt die Auseinandersetzungen um Macht und Teilhabe am städtischen Raum dar.

Trotz des Fokus auf Berlin bietet das Buch einen allgemein übertragbaren Überblick auf städtische Proteste weltweit. »Reclaim Your City« schlägt die bildliche und inhaltliche Brücke zwischen Mietprotesten, Nachbarschaftsgärten, Graffiti-Kultur und den Aufständen illegalisierter MigrantInnen.

Morawski, Tobias

Reclaim Your City
Urbane Protestbewegungen am Beispiel Berlins
Herausgegeben vom Pappsatt Medien-Kollektiv
ISBN 978-3-86241-437-6 | ca. 168 Seiten | Paperback | Zahlreiche Abb.
| erscheint Oktober 2014 | ca. 16.00 €
Verlag Assoziation A

Auf reclaimyourcity findet ihr weitere Auszüge aus dem Buch

“Hamburg hat sein Lächeln verloren” Podcast

“Hamburg hat sein Lächeln verloren” – Ein Anlass um über Streetart zu diskutieren

Den Tod von Frank Walter Fischer, besser bekannt als “OZ”, nahmen wird zum Anlass dieses Interviews mit KP Flügel, Mitherausgeber des Buches “Free OZ!Streetart zwischen Revolte, Repression und Kommerz”.

hier gehts zum podcast

Nachruf (PDF)

AutorInnen: Zeitversendung – Radio: FSK, Hamburg – Produktionsdatum: 13.10.2014

Deckmäntelchen Streetart

Wie weit reicht die “Unschuld” von Streetart- und Graffitikünstlern? Unser Beitrag zur Diskussion um das “City Canvas” – Projekt vor den Esso-Häusern:

In Hamburg St. Pauli wurde ein riesiger Bauzaun von fünf geladenen Künstlern gestaltet. Was nach einer farbigen Attraktion auf dem Kiez aussieht, ist auf den zweiten Blick ein Politikum. city-canvas_links-mit-fansDie Esso-Initiative vertritt die Interessen der ehemaligen Bewohner_innen, drängt auf einen möglichst hohen Anteil an Sozialwohnungen im geplanten Neubau und macht mobil gegen die zunehmende Aufwertung und Verdrängung einkommenschwacher Menschen aus der Innenstadt. Die Initiative bemängelt das „Artwashing“ durch die Kunst am Bauzaun. Sie werfen dem Immobilienunternehmen Bayerische Hausbau vor, ihre schmutzige Weste durch die Gewinne mit den Esso-Neubauten durch das allzeit frische Deckmäntelchen der Streetart verbergen zu wollen.

Der ganze Beitrag auf >> Graffitiarchiv.org

NO AD: NYC

Die Gruppe “PublicAdCampaign” aus NYC hat eine App released, die Werbetafeln via Argumented Reality in Kunst verwandelt!

Via Mail:

New York City has one of the largest and most robust transit networks in the world with a subway system spanning 468 stations throughout the five boroughs. On average, there are over 4 million daily rides, making the subway system by far the most used form of transit in New York City. Littered throughout almost every station is a repetition of movie, television, product, and alcohol ads, which take advantage of NY’s immense captive transit audience and turn our daily commute into one long commercial for the latest products and commercial messages. For a city that prides itself on being a leading cultural center, and despite the valiant efforts of our MTA arts programming, New York City subways seem to lack a cultural richness befitting this great metropolis.

NO AD, created by Re+Public (PublicAdCampaign + The Heavy Projects) in collaboration with Jowy Romano of Subway Art Blog, aims to remedy this imbalance by using the preexisting advertising infrastructure as a new digital exhibition space. Users are encouraged to download the free iOS or Android app to their smart devices. Once the app is running, simply pointing your device at any of the 100 most widely circulating subway platform advertisements will cause the device to overlay curated digital art content, creating an augmented experience that blocks unwanted advertising. (See below for the specific subway platform advertising format NO AD works on)

Because the advertising is constantly changing in the subways, so too will the content users see through the app. Each week NO AD will auto update, replacing the new advertisements with original content. In an effort to keep the user experience fresh, we will collaborate with prominent cultural institutions to drastically alter the nature of the content offered, from street art, to photography, to music, poetry, and moving images, you can expect the NO AD app to continually provide new content.

We intend NO AD to bring a rich variety of cultural content to users and integrate itself into your daily commute. It is, however, not by chance that we do this using the preexisting advertising infrastructure. Overexposure to commercial has been linked to our behavior and psyche, with studies from the PIRC suggesting “…that advertising may be encouraging society to save less, borrow more, work harder and consume greater quantities of material goods.” This behavior, in turn, puts an unnecessary burden on our environment and ourselves as we forgo personal experiences for material obsession. We see NO AD as a precursor to a viable physical ad blocking software that, used in conjunction with soon to be available heads up display technologies, will drastically alter our relationship to visual imagery in our shared public spaces.

Re+Public (PublicAdCampaign + The Heavy Projects)
Subway Art Blog
www.noad-app.com
www.republiclab.com
www.subwayartblog.com

A huge thanks to the artists that provided the amazing content for the first month of this app:
Adam Amengual – Amy Arbus-Beau Stanton – Caroline Caldwell – Dadi Dreucol – Dal East – Dan Bergeron – Daniel Jefferson – Dr. D-Elizabeth Winnel – Elle – El Tono – Faith 47 – Hugh Lippe – Ian Strange – Icy and Sot – Influenza – Jay Shells – Jeff Stark – Jilly Ballistic – John Fekner – Jon Burgerman – Jordan Seiler – Know Hope – Leon Reid IV – LNY – Logan Hicks – Luna Park – Mario Brotha – Michael Alan – Michael De Feo – Mobstr – Neko – Noxer – Nuria Mora – OX – Pedro Sega – Peter Fuss – Poster Boy – Remi Rough – Ron English – Rone – Saber – Sean Martindale – Sheryo – Skullphone – Stikman – Stormie Mills – Tara McPherson – Tod Seelie – Trap – Vermibus – WK Interact – Work Hard Be Nice

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