Ohno! Nie wieder Streetart-Selfies!

Foto: Flickr- Markheybo

Foto: Flickr- Markheybo

Es ist eine ziemlich schräge Debatte, die da gerade im EU-Parlament läuft. Aber sie offenbart die rechtlichen Grauzonen, in denen Streetart-Fotografie sich europaweit bewegt. Kurz gesagt:
Wenn auf einem Foto ein Stück Streetart erscheint – Zählen dann eher die Rechte des Fotografen (“Panoramafreiheit”) oder die des Streetart-Künstlers (“Urheberrecht”)?
Das Ganze ist zwar noch ziemlich abstrakt. In einem ganz konkreten Fall hat es aber schon Konsequenzen gehabt: Das Buch “Brand Wand” von Harf Zimmermann musste teilweise neu gedruckt werden.

Mehr im > Post vom Graffitiarchiv

 

 

 

 

Die Toten kommen

Unglaublich gute Aktion des Zentrums für politische Schönheit in Berlin. Die Wiese vor dem Reichstag stürmen und symbolische Gräber für gestorbene Geflüchtete errichten:

Der Marsch der Entschlossenen hat gestern die Wiese des deutschen Bundestags gestürmt:"Der Zaun fällt, als wäre er…

Posted by Zentrum für Politische Schönheit on Sunday, June 21, 2015

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Fotos: (c) Nick Jaussi.

Politisch motivierte Kunst im Laika 26.06

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GO OUT! StreetArt // Politisch motivierte Kunst im Laika am 26.06 – 28.06

Die Künstler_innen KIKI (Sandra Lamora), JONES und WLAD machen dezidiert politische StreetArt. Ihr Motto: Kunst und Gesellschaft sind untrennbar!
Kunst im urbanen Raum erreicht die Menschen, ist frei zugänglich, transportiert klare Ideen und mobilisiert. Streetart-Künstler_innen können sich jenseits kommerzieller Verwertungsmechanismen entfalten. Kunst im öffentlichen Raum kann stellvertretend für diejenigen „sprechen“, die sich in prekären Situationen befinden und keine Möglichkeiten haben, zu Wort zu kommen.

Die Künstler_innen beschäftigen sich mit den Themen Aufstand, Antifa, Wirtschaftskrise, Stadtpolitik, Ökologie und Ethnologie. Ihre Medien: Paste-Ups, Collagen, Charakters, Siebdruck, Kohlezeichnungen u.a.

Zur Veranstaltung Laika, Emser Straße 131, 12051 Berlin ab 18 Uhr

Was haben der IS und Graffitisprüher gemeinsam?

Quelle: Aggro Berlin

Quelle: Aggro Berlin

Das Graffitiarchiv berichtet über einen neuen Video-Vortrag von Christoph Fuchs: “”Graffiti-Gefühle und -Gewühle + 69 Fotos””. Mit der brisanten Frage: Warum sehen sich Kämpfer des Islamischen Staat und Graffitisprüher in ihren Videos eigentlich so ähnlich?

Schaut rein in den >> Beitrag vom Graffitiarchiv

Dieses Mal geht es nicht, wie in seinem ersten Vortrag, um Bodypainting und Zug-Ergüsse, sondern um die Sprache der Graffitisprüher. Oder vielmehr ihr Stammeln, in dem sich zeigt, dass sie Suchende sind, Suchende nach ihren wahren Gefühlen. Nebenbei streift Fuchs noch Fragen wie: Warum sehen sich Kämpfer des Islamischen Staats und Graffitisprüher in ihren Videos so ähnlich? Woher kommt eigentlich der Name “Overkill”? Und wann hören Sprüher eigentlich auf zu sprühen?

PS:Und wer Christoph Fuchs einmal live erleben möchte, hat am Dienstag (23.06.2015) die Gelegenheit auf der Backjumps:

23.06.2015 – DIALOG – Vortrag 19:00: Writer’s Benchmark: Famegruber und Fuchs über Graffiti (2tlg) Graffiti ohne Gravitation: Innovationen und Merkwürdigkeiten im gegenwärtigen urbanen Lettrismus.Technikvorführung und Bildatlas von Lukas Famegruber / Men of Steel: der Körperpanzer bricht auf ?!? Über Graffitigefühle und andere männliche Psychogeographien.Vortrag und Foto-Stream von Christoph Fuchs

23.06.2015 / 19 Uhr / Backjumps / Kunstraum Kreuzberg/Bethanien / Mariannenplatz 2 / Berlin

Liveboat | Tempelhofer Feld

Schöne Aktion die über das 48-Stunden-Neukölln-Kollektiv organisiert wird: Liveboat. Via dem FB-Event:

June 26 – June 28
Fr 19-22h, Sa 10-20h, So 10-19h
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Information der Veranstalter

www.48-stunden-neukoelln.de/de/event/liveboat-chapter-5
LIVEBOAT-Chapter 5 thematisiert die andauernde Flüchtlingstragödie vor den Grenzen Europas und bietet einen Ort für Kommunikation und Diskurse.

Ein überdimensioniertes Flüchtlingsboot, das aus einer transluzenten Membran besteht, strandet nach langer Odyssee auf dem Tempelhofer Feld.

Im Inneren des Bootes sind Erlebnisse von Betroffenen sowie Meinungen von Berliner Bürgern zum Thema Flüchtlinge zu hören.

Zitate aus Homers Odyssee verweben diese Impressionen zu einem Klangteppich.
Die Raumskulptur möchte durch den künstlerischen Impuls Kontakt zu den Besuchern des Tempelhofer Felds aufnehmen und bietet in Form einer Speaker’s Corner Interessierten, Betroffenen und Visionären die Möglichkeit, zu Wort zu kommen.

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Paolo Cirio plakatiert Portraits von Geheimdienst-Chefs in Berlin

Ride of Silence 2015

Morgen (20.5.2015) findet der weltweit praktizierte RIDE OF SILNCE statt, um auf im Strassenverkehr getötete und verletzte Radler_innen aufmerksam zu machen und zu erinnern. Via dem FB-Event:

Werdet Teil eines weltweiten Statements! Gleichzeitig mit mehr als 300 Städten in sieben Kontinenten beim Ride of Silence am 20. Mai 2015 um 19 Uhr, Start am Brandenburger Tor.

Weltweit demonstrieren am 20. Mai um 19 Uhr Fahrradfahrer für mehr Aufmerksamkeit im Verkehr und mehr Sicherheit für Radler. Der Clou: Im Gegensatz zu anderen Demos ist beim Ride of Silence der Name Programm – es geht darum, durch Stille an verletzte und getötete Radfahrer zu erinnern und an die Pflicht unserer Politiker, mehr für unser Leib und Leben zu tun.

Viel zu häufig werden Fahrradfahrer im Straßenverkehr verletzt oder gar getötet. Allein in Berlin starben 2014 zehn Fahrradfahrer in Folge von Verkehrsunfällen, in 2015 zuletzt am 28. April. Alle zwei Stunden wird ein Radfahrer verletzt, insgesamt 70.000 Menschen im Jahr. Kinder sieht man gar nicht mehr auf dem Rad.

Um ein Zeichen zu setzen und der Getöteten zu gedenken, findet deshalb am 20. Mai 2015 der erste Berliner Ride of Silence statt – zeitgleich mit hunderten anderen Städten. .
Mitfahren kann jeder, jung und alt, Frau oder Mann, Fixies und Lastenräder – Unversehrtheit geht jeden an!
Zieht euch ein weißes/helles Shirt an, gerne auch weitere weiße Kleidung, setzt euch aufs Rad und fahrt mit uns schweigend eine Stunde an neun Stellen vorbei, an denen in den vergangenen Jahren Radfahrer getötet oder schwer verletzt wurden.
Der Ride of Silence beginnt am Brandenburger Tor, führt durchs Kanzlerviertel nach Moabit und nach Süden durch den Tiergarten. Am Landwehrkanal entlang geht es über den Potsdamer Platz und die Kochstraße nach Kreuzberg. Über die Oranienstraße führt die Strecke zur Adalbertstraße und zum Bethaniendamm, am Ostbahnhof vorbei und zur Karl-Marx-Allee. Enden wird der Ride of Silence am Roten Rathaus, vor dem Bürozimmer unseres Bürgermeisters, der es in der Hand hätte, mehr für unsere Sicherheit zu tun.
Und ganz wichtig: Erzähl es weiter! Je mehr Menschen diese Zeichen auf die Straße bringen, umso eher geschieht etwas.

Der Ride of Silence wird gefahren nach den Regeln der Critical Mass (http://criticalmass-berlin.org/critical-mass/verhaltensregeln/) und wird als offizielle Demonstration angemeldet.

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Anti-Herrentags-Aktion

Und weil es im vorherigen Artikel um queere und feministische Inhalte im Streetart ging, hier ein aktueller und passender Beitrag aus Leipzig, via indymedia:

Heute wurde eine Anti-Herrentags-Aktion auf dem Gieszer-Radweg in Leipzig Plagwitz von mackrigen Sprayer-Typen vereinnahmt. Dabei wurden feministische Graffitis in Anwesenheit der Teilnehmer_innen der Aktion willentlich und aus provozierender Absicht zerstört. Die patriarchale Machtdemonstration wurde mit Wasser, Farbe, Chrom und weiteren “Argumenten” beantwortet

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