Podcast: Reclaim Your City – Ein Buch von Tobias Morawski

Das Interview ist zwar schon fast ein Jahr alt, die Thematik und das Buch sind jedoch weiterhin aktuell.

“Reclaim Your City – Urbane Protestbewegung am Beispel Berlins” ist ein neuerschienenes Buch, das sich dem neoliberalen Wandel von Städten und den damit einhergehenden, notwendigen Strategien der Rückeroberung von Raum widmet. Es analysiert die Möglichkeiten der physischen, symbolischen und repräsentativen Stadtaneignung und reklamiert damit ein Recht auf Stadt für alle.

Melinda Matern traf den Autor Tobias Morawski auf den Straßen Berlins und wollte näheres zu seinen Überlegungen zum Thema wissen.

Melinda Matern, RadioZ aus Nürnberg

hier gehts zum Podcast via freie-radios.net

Freedom of Movement!

Repost: Via ReclaimYourCity

Weil man in den letzten Wochen angesichts der Reaktionen auf die Ankunft von Geflüchteten “gar nicht genug fressen kann wie man kotzen möchte”, haben wir vor kurzem ein hoffentlich unmissverständliches Wandbild am Hamburger Hafen gemalt.

Die Bemalung knüpft nicht nur an die traditionsreichen Fassadenbilder der Hafenstraße-Häuser an, sondern fordert vor der Welthafenkulisse, dass Bewegungsfreiheit zuerst für Menschen, dann für Waren gelten muss.

FREEDOM OF MOVEMENT ist ein Gemeinschaftsprojekt von:
* Lampedusa in HH
* kollektiv orangotango
* St. Pauli selber machen!
* Reclaim Your City

Wir würden uns freuen wenn Ihr uns Feedback gebt und das Video bei Gefallen weiterleitet, damit vielleicht noch mehr ähnliche Aktionen folgen. Außerdem suchen wir weiterhin Farben und Wände! —> info@orangotango.info

Das Video hat Jan Rosenstock vom 6ten Lachs für uns produziert, tausend Dank!
Die Musik stammt aus DJ Kitumbas “Massive Afro-House Mix”.

Ein großes Dankeschön geht auch an das Wohnprojekt Parkhaus Pinnasberg der Genossenschaft St. Pauli Hafenstraße eG für die tolle Wand- und Gastfreundschaft sowie an die Hanseatische Materialverwaltung und MEGA für die farbige Unterstützung.

RYC EXPO

Update: hier gehts zum programm

Reclaim Your City Kongress – Kunst und Stadtaneignung
24.-27. September 2015 Mensch Meier (Berlin)

Das vorläufige Programm wird in den kommenden Tagen an dieser Stelle veröffentlicht!

Wir laden ein zur ersten großen Konferenz über alternative Interventionen im städtischen Raum. Nach zehn Jahren künstlerischem Aktivismus im städtischen Raum wird es Zeit für eine Bilanz. Wir wollen wissen, wo Kunst und Kultur in der Stadtentwicklung stehen und wie es in Zukunft weitergehen soll.

Wir wollen uns austauschen mit Initiativen, Expert*innen und Aktivist*innen aus mehreren Ländern, um die aktuellen inhaltlichen Tendenzen von urbanem Aktivismus zusammenzuführen und neue Möglichkeiten aufzuzeigen, sich in die Stadtentwicklung einzubringen. So wollen wir neue Ideen entwickeln, wie wir mit Mitteln der Kunst und Kultur unsere Städte anders gestalten können – im Sinne der Bewohner*innen, basisdemokratisch und jenseits von wirtschaftlichen Profitinteressen.


Zusammenkommen werden Gruppen und Aktivist*innen aus städtischen Protestinitiativen, der Party- und Clubkultur, der Urban Art-Bewegung und der kritischen Geographie. Sie werden ihre Arbeit vor- und zur Diskussion stellen.

Als Kunst- und Kulturschaffende, die im urbanen Raum arbeiten, sind wir Teil der stattfindenden Auseinandersetzung um Stadtentwicklung. Zusätzlich sind wir in dem Dilemma, dass wir Teil der Aufwertung von Stadtteilen sind. Daher stellen wir die Frage, wie Kunst und Kultur in diese Prozesse eingreifen können, um gesellschaftlichen statt marktwirtschaftlichen Mehrwert 
zu schaffen.

Kunst kann dabei Mittel zur kreativen Kommunikation von Protest sein, Utopien formulieren, zum Streit und zur Versöhnung dienen und vieles mehr.



Was wir vor haben:
– Vorträge und Workshops, sowie moderierte Diskussionsveranstaltungen

– Eine Ausstellung und eine interaktive Parkourlandschaft im Veranstaltungsort

- Veröffentlichung einer Dokumentation in Form eines Magazins und die freie Bereitstellung im Internet

Wann und Wo?
Reclaim-Your-City-Kongress – Kunst und Stadtaneignung:
24.-27. September 2015, Mensch Meier, Storkower Straße 121, 10407 Berlin
Kontakt: expo@reclaimyourcity.net


Was ist “Reclaim Your City”?


Seit 2009 organisiert das RYC-Netzwerk jährlich Ausstellungen, die Raum bieten für Austausch und Vernetzung zwischen Urban Art-Aktivist*innen und Initiativen, die für eine Stadtentwicklung von unten und das “Recht auf Stadt” eintreten.

Teil des RYC-Netzwerks ist u.a. das Graffitiarchiv, das Kunst- und Medienkollektiv Pappsatt, das Siebdruck-Kollektiv Czentrifuga, Kulturpumpe e.V., sowie zahlreiche Einzelpersonen.


2014 erschien im Assoziation A-Verlag das Buch „Reclaim Your City – Urbane Protestbewegungen am Beispiel Berlins“.
Das Mensch Meier ist ein von einem Kollektiv betriebener Veranstaltungsort mit Platz für 600 Menschen, der Kunst- und Politikmachenden eine Plattform bietet.


Wir freuen uns, wenn Du dabei bist und stehen für Rückfragen gerne zur Verfügung!
Das vorläufige Programm wird in den kommenden Tagen hier veröffentlicht. Es gibt noch Raum zum Mitgestalten: expo@reclaimyourcity.net

Reclaimyourcity.net

Subkultur im Kapitalismus – Utopie vs. Realität PODCAST

OFFTOPIC
Wie können wir aktive Gegenkultur sein, inwieweit werden wir vom System gekauft? Podiumsdiskussion vom 27.06. im Content auf dem Fusion-Festival 2015.

Organisiert vom Kulturkosmos e.V. mit Menschen vom Holzmarkt (Berlin), Mensch Meier (Berlin), Sisyphus (Berlin), Kulturkosmos (Fusion-Festival, Lärz), Moloch (Gängeviertel, Hamburg) und Zuckerwerk (Bremen). Moderation: Michael (Gängeviertel, Hamburg)

hier gehts zum Podcast

Bizim Kiez Mittwochsversammlung

OFFTOPIC

Bizim Bakkal ist türkisch und heißt Unser Laden. Seit 28 Jahren betreibt Familie Çalışkan den kleinen Obst- und Gemüseladen in der Wrangelstraße 77 in Berlin Kreuzberg. Mittlerweile ist das Geschäft der letzte Familienbetrieb dieser Art im Kiez.

Im Jahr 2014 wurde das Haus in der Wrangelstraße 77 von einem Investor gekauft. Zu Beginn dieses Jahres kündigte die neue Eigentümerin, die eigens gegründete Wrangelstrasse 77 GmbH, Bizim Bakkal zum 30.09.2015. Auch die Wohnungen im Haus sollen „entmietet“, in hochpreisiges Eigentum aufgeteilt und weiterverkauft werden.

Das Aus des Ladens würde nicht nur die materielle Existenz einer Familie zerstören, die sich mit ihrer herzlichen Art um das Zusammenleben im Kiez sehr verdient gemacht hat. Für die Nachbarschaft ginge auch eine wichtige Anlaufstelle und ein Stück zu Hause verloren…

Für weitere Infos hier klicken

Diesen Mittwoch, 22. Juli gibt es wieder eine Bizim Kiez Versammlung: „Player im Kiez“ – ein Kräftemessen
Ab 17:30 Uhr – Fußball-Turnier bei FSV Hansa 07
Um 18:30 Uhr – Spiel der B-Jugend gegen ein Bizim Kiez Team (20-25 Minuten)
Anschließend – Spaziergang der Teams durch die Wrangelstraße zu Bizim Bakkal mit musikalischer Begleitung durch IG Blech

Ab 19:00 Uhr – Versammlung vor Bizim Bakkal.

Informationsveranstaltung mit Tauziehen-Performance
Wer sind die „Player im Kiez“, was ist ihre Strategie und ihre Taktik?
Und wie halten wir dagegen? Wie können wir von der Abwehr zum eigenen aktiven Gestalten übergehen?
Offenes Mikrofon: Weitere Fälle von Verdrängung, Soli-Beiträge, Fragen und Hinweise
Anschließend spielt die wunderbare Band „Nova fliegt zum Mond“
Wenn es dunkel ist, zeigen wir Video-Dokumentationen von zurückliegenden Verdrängungsfällen.

Ohno! Nie wieder Streetart-Selfies!

Foto: Flickr- Markheybo

Foto: Flickr- Markheybo

Es ist eine ziemlich schräge Debatte, die da gerade im EU-Parlament läuft. Aber sie offenbart die rechtlichen Grauzonen, in denen Streetart-Fotografie sich europaweit bewegt. Kurz gesagt:
Wenn auf einem Foto ein Stück Streetart erscheint – Zählen dann eher die Rechte des Fotografen (“Panoramafreiheit”) oder die des Streetart-Künstlers (“Urheberrecht”)?
Das Ganze ist zwar noch ziemlich abstrakt. In einem ganz konkreten Fall hat es aber schon Konsequenzen gehabt: Das Buch “Brand Wand” von Harf Zimmermann musste teilweise neu gedruckt werden.

Mehr im > Post vom Graffitiarchiv

 

 

 

 

Die Toten kommen

Unglaublich gute Aktion des Zentrums für politische Schönheit in Berlin. Die Wiese vor dem Reichstag stürmen und symbolische Gräber für gestorbene Geflüchtete errichten:

Der Marsch der Entschlossenen hat gestern die Wiese des deutschen Bundestags gestürmt:"Der Zaun fällt, als wäre er…

Posted by Zentrum für Politische Schönheit on Sunday, June 21, 2015

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Fotos: (c) Nick Jaussi.

Politisch motivierte Kunst im Laika 26.06

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GO OUT! StreetArt // Politisch motivierte Kunst im Laika am 26.06 – 28.06

Die Künstler_innen KIKI (Sandra Lamora), JONES und WLAD machen dezidiert politische StreetArt. Ihr Motto: Kunst und Gesellschaft sind untrennbar!
Kunst im urbanen Raum erreicht die Menschen, ist frei zugänglich, transportiert klare Ideen und mobilisiert. Streetart-Künstler_innen können sich jenseits kommerzieller Verwertungsmechanismen entfalten. Kunst im öffentlichen Raum kann stellvertretend für diejenigen „sprechen“, die sich in prekären Situationen befinden und keine Möglichkeiten haben, zu Wort zu kommen.

Die Künstler_innen beschäftigen sich mit den Themen Aufstand, Antifa, Wirtschaftskrise, Stadtpolitik, Ökologie und Ethnologie. Ihre Medien: Paste-Ups, Collagen, Charakters, Siebdruck, Kohlezeichnungen u.a.

Zur Veranstaltung Laika, Emser Straße 131, 12051 Berlin ab 18 Uhr

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