Buchveröffentlichung: »Reclaim Your City«

Buchveröffentlichung: »Reclaim Your City« – Urbane Protestbewegungen am Beispiel Berlins

Im Oktober erscheint das Buch »Reclaim Your City« im Verlag Assoziation A!

Steigende Mieten, Privatisierung öffentlicher Flächen, Gentrifizierung und Verdrängung aus der Innenstadt sind die Folgen einer neoliberalen Stadtentwicklung, die zunehmend in den Fokus der Kritik gerückt ist.

»Reclaim Your City« gibt den urbanen Protestbewegungen eine Stimme, die sich demgegenüber mit unterschiedlichen Methoden den öffentlichen Raum aneignen und ein Recht auf Stadt reklamieren. Mittel der Gegenwehr sind physische Aneignungen wie Haus- und Platzbesetzungen, Blockaden von Bauvorhaben oder Zwangsräumungen, aber auch Demonstrationen und Verfremdung von Werbung, kritische Kartierung und Erstellung von Leerstandsmeldern. Das Buch erklärt die Strategien der Raumaneignung dieser Bewegungen und fragt danach, wie sich KünstlerInnen und GestalterInnen in der Stadtpolitik positionieren.

Anhand des konkreten Beispiels Berlin liefert das Buch einen repräsentativen Querschnitt durch die emanzipatorischen städtischen Bewegungen der aktuellen Zeit. Es beschreibt den Wandel der Städte im Neoliberalismus und stellt die Auseinandersetzungen um Macht und Teilhabe am städtischen Raum dar.

Trotz des Fokus auf Berlin bietet das Buch einen allgemein übertragbaren Überblick auf städtische Proteste weltweit. »Reclaim Your City« schlägt die bildliche und inhaltliche Brücke zwischen Mietprotesten, Nachbarschaftsgärten, Graffiti-Kultur und den Aufständen illegalisierter MigrantInnen.

Morawski, Tobias

Reclaim Your City
Urbane Protestbewegungen am Beispiel Berlins
Herausgegeben vom Pappsatt Medien-Kollektiv
ISBN 978-3-86241-437-6 | ca. 168 Seiten | Paperback | Zahlreiche Abb.
| erscheint Oktober 2014 | ca. 16.00 €
Verlag Assoziation A

Auf reclaimyourcity findet ihr weitere Auszüge aus dem Buch

“Hamburg hat sein Lächeln verloren” Podcast

“Hamburg hat sein Lächeln verloren” – Ein Anlass um über Streetart zu diskutieren

Den Tod von Frank Walter Fischer, besser bekannt als “OZ”, nahmen wird zum Anlass dieses Interviews mit KP Flügel, Mitherausgeber des Buches “Free OZ!Streetart zwischen Revolte, Repression und Kommerz”.

hier gehts zum podcast

Nachruf (PDF)

AutorInnen: Zeitversendung – Radio: FSK, Hamburg – Produktionsdatum: 13.10.2014

Hier kommt die … Graffiti-Maus

Die aktuelle Sendung mit der Maus erklärt den kleinen Rackern wie Graffiti geht. Die Sendung ist schön, auch wenn sich der Auftragsmaler Sprühkopf aus Offenbach dabei nicht mit Ruhm bekleckert und sein Mini-Piece mit nem Raster vorzieht…

Dokumentation – HERAKU – COLOURS OF RESILIENCE

Spannende, 1-stündige Dokumentation über HERAKUT´s Besuch und Arbeit in dem Refugee-Camp Za’atari in Jordanien (via und mehr Infos bei ILG)! Inklusive viel Material der Journalistin Tracey Shelton, welches sie die letzten Jahre in Syrien gesammelt hat.

Need Contacts ?

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Das Büchlein “Contacts” ist bereits seit einigen Tagen erhältlich. Es ist eine durchaus pikante Idee persönliche Visitenkarten der “Who-Is-Who der Kunstwelt” zu publizieren, wenngleich die Kunstwelt immerzu von sich behauptet die offenste aller Parallelwelten zu sein. In der Kunst ist die Spannweite zwischen “Erfolg” und “Versagen” immernoch riesig und daher sind Kontakte zum “Who-Is-Who” oft hilfreich um zu den “Erfolgreichen” der Szene zu gehören.
Da auch die Urban-Art-Welt in den letzten Jahren in Kunsthallen und Gallerien einzog, bzw. sich dem Thema immer mehr “Who-is-Who” annehmen könnte dieses Buch auch den ein oder anderen Urban Art Akteur zusagen.
Ich bin mal gespannt in welcher Auflage dieses Buch abgesetzt wird und in welchem Bücherregal man diese Neuerscheinung findet. Auf jedenfall ‘ne “pfiffige” Idee aus dem Hause international neighborhood.

WELT: So lebt es sich im Berliner Anarchie-Ghetto

Welt mit einem Video-Beitrag über die Cuvry-Brache in Kreuzberg.

Was für Punks und Künstler der letzte Freiraum ist, nennen andere Ghetto oder Deutschlands erste Favela: Auf der Cuvry-Brache in Berlin leben Menschen in Anarchie – von Kunst, Müll und Drogen.

ZIBB – CelloGraff (22.07.2014)

Die Sendung ZIBB des RBB mit einem Special zu CelloGraff:

Graffiti auf Hauswände war gestern. Wahre Könner sprühen auf Folie. 2006 haben die zwei französischen Graffitikünstler Astros und Kanos Zellophan als Material zum Besprühen entdeckt, die neue Technik nannten sie CelloGraff.

Jim Avignon vs Telekom

Im Oktober 2013 gab es einen kleinen Skandal, als Jim Avignon sein 1990 angefertigtes und denkmalgeschütztes Mural an der East Side Gallery übermalte. Laut einem einem Artikel des Tagesspiegels wurde das neu entstandene Wandbild bereits Ende 2013 für eine laut Tagesspiegel mehrere Millionen Euro teure Kampagne der Telekom genutzt, in dem es einen großen Raum einnimmt, ohne dass der Urheber gefragt worden war.

Anscheinend hatte es eine Spende von 500 Euro für den Verein Künstlerinitiative East Side Gallery gegeben, der dafür die Drehgenehmigung erteilt hatte. Da jedoch der Verein nur das Recht am übermalten Bild, nicht aber am neuen Werk Avignons innehat, kontaktierte Avignon erst die für den Spot verantwortliche Agentur, und dann direkt die Telekom. Nach einigem Hin und her war sich auf die Summe von 10.000 Euro geeinigt worden, die Avignon zu je 50% an den Berliner Kältebus für Obdachlose und an den Yaam-Club spenden wird.

Das ganze lief schon im Februar über die Bühne, der Tagesspiegel nutzt die Tatsache, dass das Geld noch nicht überwiesen wurde, jetzt ganz pragmatisch als Anlass einen Artikel zum Thema zu verfassen, der gleich auch noch als Werbung für seinen Tag der offenen Tür herhält, zu dem Avignon mit Helfer_innen eine Wand gestalten wird.

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