GRAFFITI-ATLAS 2011

Konstanter Rückgang seit 2006 / Gewinner: Prenzlauer Berg (meiste Graffiti-Anzeigen), Neukölln (größter Anzeigenzuwachs) / in Niederschöneweide leben die traurigsten Hausbesitzer

Berlinkarte

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Graffiti in Berlin, aus Daten des Kriminalitätsatlas der Berliner Polizei, 2011
mehr unter: http://graffitiarchiv.wordpress.com/

Graffiti wird im Kriminalitätsbericht der Berliner Polizei separat aufgelistet. Die Statistik der Polizei bezieht sich auf die Strafanzeigen durch „Farbschmierereien“, die 2011 erstattet wurden. Es wird also nicht das wirkliche Graffiti-Geschehen in der Hauptstadt abgebildet, sondern sozusagen der „Störfaktor für Hausbesitzer“, den jegliche Arten von „Farbschmierereien“ 2011 hatten. Einerseits ist es deshalb schwierig, Rückschlüsse auf die tatsächliche Häufigkeit von Graffiti in einzelnen Stadtvierteln zu ziehen. Andererseits benutzt zum Beispiel auch die polizeiliche Ermittlungsgruppe „Graffiti in Berlin“ die Ergebnisse der Statistik für die Planung ihrer Nacht-Einsätze.

Die Polizei sieht einen allgemeinen Rückgang von Graffiti in Berlin seit 2006, vor allem im Osten der Stadt. Insgesamt gab es 11352 Anzeigen (2006: 14870). Ganz weit vorn in der Statistik, die Stadtteile Prenzlauer Berg (757 Anzeigen), Friedrichshain (652), Mitte (611),Kreuzberg (529) und Neukölln (446).

Die unglücklichsten Hausbesitzer leben, glaubt man dem Bericht, in Niederschöneweide, wo die nur 10.000 Einwohner ganze 93 Mal Graffitifälle anzeigten. Das heißt, dreimal häufiger als im Berliner Durchschnitt. Allerdings sollte bedacht werden, dass dort der „Anteil politisch motivierter Graffiti-Taten rund viermal so hoch wie in Berlin insgesamt“ ist.

 

Den Kriminalitätsatlas 2011 (+ den Kommentar der Polizei selbst) kann man auf der Internetseite der Berliner Polizei runterladen.

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