Mieter_innen wehren sich gegen Plakatwand vorm Fenster

Mieter_innen in Berlin versuchen sich gegen eine Coca-Cola-Werbung zu wehren, die kuerzlich durch ihre Hausverwaltung an einem Geruest an ihrem Haus angebracht wurde und nun ueber 30 Wohn-Fenster bedeckt. Die Mieter_innen haben daraufhin folgende Petition bei Change-org eingereicht (hier die FB-Gruppe):

Der Eigentümer unserer Wohnung in der Danziger Str. 2 in Berlin hat aus unserer Hausfassade eine riesige Plakatwand gemacht. Vor 30+ Fenstern hängt nun eine Coca-Cola Light Werbung.

Tagsüber dringt kaum Tageslicht in unsere Wohnung, sodass wir auch mittags das Licht einschalten müssen! Nachts hingegen wird die Plakatwand beleuchtet, sodass wir gezwungen sind, alle Vorhänge zu schließen, um überhaupt schlafen zu können!

Aber nicht nur die Mieter sind betroffen. Die kleinen Geschäfte und Cafés im Erdgeschoss sind angesichts dieses leuchtenden Monstrums kaum noch zu sehen.

Bitte zeigt Coca-Cola Deutschland, dass ihre Werbung den öffentlichen Raum sehr stark stört und das Leben von Anwohnern verschlechtert. Helft uns dabei, unseren Vermieter und Coca Cola Deutschlandchef Hendrik Steckhan davon zu überzeugen, das Plakat bis Ende Februar abzuhängen.

Insgesamt wollen wir 10.000 Stimmen sammeln!

  • Hanna

    Sach ma gehts noch ? Weg mit der Wand.

  • Thomas B.

    Ganz ehrlich würde ich da als Mieter einfach mein Fenster freischneiden! Es kann doch nicht sein, dass einem einfach ein riesiges Mesh-Banner vors Fenster gehängt wird?!

  • Mareike Gersmann

    Hallo Herr Steckhan! Ich finde diese Aktion frech und respektlos Ihren Mietern gegenüber und frage mich, ob SIE so etwas vor Ihrem Fenster hängen haben wollen würden, wenn Sie KEIN Geld dafür bekämen!

  • Pingback: Links 2013-02-06 | -=daMax=-()

  • oli

    Wenn das ein Baugerüst ist, ist es doch egal, wenn aus Sicherheitsgründen eine Abschirmung verlangt wird, ob da nun Werbung drauf ist oder eine weiße Plane dort hängt. Was hat denn nun die Coca-Cola Company damit zu tun. Wenn nun die Baustelle und/oder die damit verbundenen Beeinträchtigungen der Bewohnbarkeit im Wege steht, kann doch von Rechts wegen die Miete gemindert werden, dafür gibt es doch schon entsprechende Rechtssprechungen. Wo bitte ist das Problem in diesem Fall, nur weil nun ein weiter Name angeprangert werden kann oder weil man sich von einer ‘reichen’ AG mehr finanzielle Problemlösung verspricht. 10.000 Stimmen sind wohl etwas zu hoch, weil dann über 99% der Stimmen absolut irrelevant sind, da sie weder beteiligt sind noch sachlich Urteilen können.